
Ich bekomme immer wieder Anfragen für Praktika.
Und ich freu mich wirklich jedes Mal drüber, weil sich da jemand traut, einfach zu fragen.
Gleichzeitig muss ich aber auch ehrlich sein: Gerade kann ich leider keine Praktikumsplätze anbieten.
Ich arbeite allein, habe laufende Projekte und möchte dir keinen Platz anbieten, bei dem du am Ende drei Wochen lang hauptsächlich zuschaust. Das bringt dir nämlich nicht wirklich was.
Deshalb schreib ich das hier einfach mal auf.
Falls du gerade suchst, können dir diese Gedanken vielleicht weiterhelfen.
Ich sitz hier und bekomme solche Anfragen – und ich kann dir sagen:
Du brauchst keine perfekte Bewerbung.
Kein durchgestyltes PDF.
Kein aufwendiges Motivationsschreiben.
Und auch kein fertiges Portfolio.
Was viel mehr zählt, ist:
dass man merkt, dass sich jemand wirklich dafür interessiert.
Eine ehrliche Nachricht reicht völlig.
Und ganz nebenbei: Du musst mich nicht mit „Sehr geehrte Frau Lind“ anschreiben. Ein „Hallo Annika“ passt schon. 😊
Ein paar Sätze, warum dich Design interessiert oder warum du da mal reinschnuppern willst.
Wenn du schon etwas gemacht hast, kannst du das natürlich gern mitschicken.
Mehr braucht es oft gar nicht.
Ein großer Name klingt erstmal beeindruckend. Heißt aber nicht automatisch, dass du dort am meisten lernst.
Ein kleineres Studio, das sich Zeit für dich nimmt, kann viel wertvoller sein als ein Platz, an dem du eher nebenher mitläufst.
Du darfst (und solltest!) ruhig nachfragen. Zum Beispiel:
Wenn du auf diese Fragen keine klaren Antworten erhältst, ist das schon eine Antwort.
Dann fang trotzdem an. Jetzt.
Mach ein Plakat für dein Lieblingskonzert, das nie stattgefunden hat.
Gestalte ein Cover für ein Buch, das du liebst.
Erfinde eine Marke für einen Laden, den es nicht gibt.
Gestalte eine kleine Instagram-Serie zu einem Thema, das dich interessiert.
Überleg dir, wie eine Website aussehen würde, wenn du sie gestalten würdest.
Du musst es niemandem zeigen. Es muss nicht perfekt sein.
Du darfst dich ausprobieren, herumspielen und Dinge wieder verwerfen. Dabei kannst du herausfinden, was dir liegt und was nicht.
Das ist zwar kein Ersatz für ein Praktikum, aber ein ziemlich guter Anfang.
So. Und jetzt drücke ich dir die Daumen, dass du einen Platz findest, der richtig gut zu dir passt. 💜
Titelbild-Mockup: MOYO Studio (bearbeitet)
Du weißt, dass dein Design besser gehen könnte.
Aber irgendwo zwischen Ideen, Tools und Alltag bleibt’s liegen.
In meinem Newsletter räumen wir das auf.
Mit Klartext, ehrlichen Gedanken – und ja, auch mal mit Zitronenfaltern oder einer Tasche ohne Henkel.
Alle zwei Wochen ein bisschen Konfetti.
Und ziemlich viel Klarheit.
© 2026 Annika Lind