Moodboard-Guide: Dein erster Schritt zum Brand Design

Moodboard-Guide: Dein erster Schritt zum Brand Design

Annika Lind
von Annika Lind

Stell dir vor, du könntest eine Schatztruhe voller Inspirationen, Farben, Bilder und Geschichten für dein eigenes Branding öffnen. Genau das erwartet dich in diesem Blogbeitrag...

Du stehst mit deinem Herzensbusiness in den Startlöchern. Oder du bist bereits erfolgreich mittendrin und möchtest nun den nächsten Schritt gehen, um es professionell und wirkungsvoll nach außen darzustellen.

Aber du weißt noch nicht genau, wie du es nach außen darstellen sollst?

Welche Farben zu deiner Marke passen?

Welcher Bildstil transportiert deine Botschaft am besten?

Welche Schriften solltest du verwenden?

Ein Moodboard hilft dir, Klarheit zu gewinnen. Du kannst deine Ideen visualisieren und weiterentwickeln. Es hilft dir, deinen Stil zu finden und deine Markenidentität zu entwickeln.

Mit Bildern kannst du zeigen, was sich manchmal nicht so leicht in Worte fassen lässt.

Ein Moodboard ist wie ein magischer Schlüssel zu einer Schatztruhe voller Inspirationen, Farben und Geschichten.

Das erfährst du in diesem Artikel:

  1. Was ist ein Moodboard?
  2. Warum brauche ich ein Moodboard?
  3. Wie erstelle ich ein Moodboard?
  4. Was gehört alles auf ein Moodboard?
  5. Moodboard-Tools & Vorlagen

Ein Moodboard zu erstellen ist ganz einfach und macht Spaß!

1. Was ist ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine Collage. Es enthält hauptsächlich Bilder und Grafiken. Es kann aber auch Farben, Wörter, Muster oder Texturen enthalten. „Mood“ ist das englische Wort für „Stimmung“ und „Board“ bedeutet „Tafel“ oder „Brett“.

Du kannst dein Board digital am Bildschirm zusammenstellen, physisch eine Pinnwand füllen oder mit Schere und Kleber ein Kunstwerk gestalten, das du dir ins Büro hängst.

Dein Moodboard soll die Emotionen vermitteln, die deine Wunschkund:innen empfinden, wenn sie deine Marke sehen. Es macht deine Persönlichkeit und deine Werte sichtbar und fühlbar.

Dein Board vermittelt einen ersten Eindruck von deiner Markenidentität. Es dient als Inspiration und Grundlage für die Entwicklung aller weiteren Projekte wie deine Website, dein neues Logo oder die Verpackung deiner handgemachten Naturkosmetik.

2. Warum brauche ich ein Moodboard?

Ein Moodboard ist eine wertvolle Hilfe bei der Entwicklung deiner Markenidentität. Egal, ob du dein Unternehmen gerade erst gegründet hast oder dein Branding nach großen Veränderungen neu überdenkst – am besten fängst du mit einem Moodboard an.

Du kannst Klarheit gewinnen, indem du dich mit deiner Persönlichkeit, deinen Werten und Zielen beschäftigst. Nimm dir Zeit, um in deine Corporate Identity einzutauchen. Frag dich, was deine Wunschkund:innen fühlen sollen, wenn sie deine Marke sehen, während du dein Material zusammenstellst.

Auch wenn du in diesem Punkt schon sehr klar bist, kann dir ein Moodboard Sicherheit geben. Du hast deinen Stil immer vor Augen. Du weißt, in welche Richtung du gehen willst, wenn du deine Markenidentität entwickelst und Marketingmaterial erstellst.

Außerdem sparst du Zeit, Geld und Mühe bei der Suche nach Farben, Fotos oder dem Design deiner Website. Denn du hast deinen Markenstil vor Augen und weißt, was passt und was du getrost weglassen kannst.

Wenn du Mitarbeiter:innen hast, verstehen diese gleich, worum es bei deiner Marke geht. Deinem Grafikdesigner oder deiner Grafikdesignerin hilft dein Moodboard, deine Ideen in ein unverwechselbares Logo oder Corporate Design zu übersetzen.

Mit einem Moodboard kannst du deine Ideen und Wünsche für deine Marke sichtbar und fühlbar machen, wie es mit Worten allein nicht möglich wäre.

3. Wie erstelle ich ein Moodboard?

Lass deiner Kreativität freien Lauf! Lass dich inspirieren und sammle: Bilder, Texte, Farben, Muster... Alles, was deinen Markenstil unterstreicht. Alles, womit du deine Botschaft zeigen kannst und deine Wunschkund:innen emotional erreichst.

Du kannst dein Moodboard digital erstellen, mit deinem Lieblingsprogramm oder einem Online-Tool wie Canva.

Du kannst aber auch ganz altmodisch und nicht weniger aussagekräftig auf Tonkarton oder Tapete recherchieren, blättern, ausdrucken, ausschneiden, verschieben, anordnen und aufkleben und so den kreativen Prozess wie in deiner Kindheit starten.

Zuerst kannst du alles sammeln, was dir stimmig erscheint.

Dann kommt der schwierigste Teil: das Sortieren. Nur die Favoriten, die perfekt zu deinem Stil passen, kommen auf dein Moodboard. Dabei solltest du nicht nur nach deinem eigenen Geschmack auswählen, sondern auch daran denken, was deinen Wunschkund:innen gefallen würde. Stell dir einfach vor, dass diese Person mit dir am Tisch sitzt, während du aussuchst.

Priorisiere, tausche aus, überklebe... Lass das Ganze ruhig ein paar Tage liegen, wirken und reifen. Wichtig: Beim Suchen, Sammeln und Basteln immer wieder die Augen schließen und nach innen spüren.

Etwa 5–8 Bilder und Elemente sind ausreichend. Es dürfen aber gerne mehr sein. Zunächst geht es darum, ein Gefühl für deine Marke zu bekommen, einen ersten Eindruck, ein grobes visuelles Konzept.

Und keine Sorge – es muss nicht perfekt und stylisch aussehen!

4. Was kommt alles auf ein Moodboard?

Es gibt keine Regeln. Auf dein Board kommt, was deine Unternehmensidentität zeigt und fühlbar macht. Was deinen einzigartigen Stil ausmacht und deine Marke unterstützt.

Die meisten Moodboards enthalten:

  • Bilder & Fotos
  • Text & Buchstaben
  • Farben
  • Muster & Formen
  • Texturen & Materialien

Inspirierende Bilder & Fotos

Du kannst natürlich auch deine eigenen Fotos und Bilder verwenden.

Oder solche, die du aus deinem Zeitschriftenstapel ausgeschnitten hast.

Wenn du online stöbern möchtest und auf der Suche nach kostenlosen Bildern bist, dann schau doch mal auf diesen Seiten vorbei:

Es gibt unzählige weitere Anbieter von Stockfotos. Viele Moodboard-Tools haben viele Bilder, aus denen du direkt auswählen kannst. Auch bei Pinterest kannst du dich umsehen.

Bitte beachte immer die Urheberrechte und Lizenzbedingungen. Das ist besonders wichtig, wenn du dein Moodboard teilen und öffentlich zeigen willst.

Hier geht es zunächst nur um die Stimmung der Bilder, um einen ersten Eindruck. Du musst noch nicht konkret nach Fotos suchen, die du später tatsächlich für dein Branding verwenden möchtest.

Moodboard-Inhalte: Bilder

Schriften, Buchstaben & Wörter

Hier kannst du einzelne Buchstaben, Wörter, Textelemente oder auch inspirierende Zitate einfügen.

Kostenlose Schriften findest du bei Google Fonts. Schau dir dazu auch den Blogbeitrag „So findest du die passenden Google Fonts für dein Branding“ an.

Hochwertige, kostenpflichtige Schriften findest du zum Beispiel bei MyFonts.

Wenn du ein Online-Tool wie Canva, Adobe Spark oder Niice verwendest, kannst du auch dort zwischen vielen Schriften und Textelementen wählen.

Moodboard-Inhalte: Schriften, Buchstaben & Wörter

Farben & Farbpaletten

Auch Farben transportieren Emotionen. Jede Farbe hat eine Bedeutung und eine eigene Kraft, die du für dein Branding nutzen kannst.

Für dein Moodboard musst du noch keine ausgefeilte Farbpalette definieren. Eine erste Idee reicht.

Für Inspirationen zu Farbwelten und Farbpaletten eignet sich Pinterest sehr gut.

Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann eines der zahlreichen Onlinetools nutzen. Hier eine kleine Auswahl:

Wenn du mehr über die perfekten Farben für dein Business erfahren möchtest, dann schau dir den Blog-Beitrag „Farbparty im Kopf: Was Farben bedeuten und wie sie auf uns wirken“ an.

Moodboard-Inhalte: Farben

Muster & Formen

Geometrisch & sachlich? Glamourös & elegant? Organisch & natürlich? Auch Muster und Formen sind Stilmittel, die deine Markenpersönlichkeit zeigen und Verbindung zu deinen Wunschkund:innen schaffen.

Vielleicht lässt sich aus Elementen deines Logos ein Muster erstellen, das du für dein

Branding, z.B. für deine Produktverpackungen verwenden kannst? Eine Kolibri-Zeichnung, die auf allen deinen Marketingmaterialien auftaucht? Abgerundete Ecken in deinen Werbematerialien? Bleibe auch hier einheitlich.

Moodboard-Inhalte: Muster & Formen

Texturen & Materialien

Du möchtest Graspapier für deine Verpackungen verwenden oder deine handgefertigten Schmuckstücke in moosgrüne Stoffbeutel verpacken? Ab damit auf dein Board, entweder als digitales Bild oder als physisches Musterstück.

Auch die Papiere, Give-aways, Requisiten für dein Fotoshooting oder die Dekoration deines Büros müssen zu deinen Werten und deiner Markenbotschaft passen. Sie gehören zu dir und sind ein Teil von dir. Entscheide dich also nicht nur für Farben, Schriften und ein Logo, sondern bleibe auch bei Bildwelten, Mustern, Formen und Materialien in deinem Branding konsequent. So entsteht eine unverwechselbare und wiedererkennbare Markenwelt.

Moodboard-Inhalte: Texturen & Materialien

Moodboard-Tools & Vorlagen

Wenn du dein Moodboard digital erstellen möchtest, kannst du einfach dein Lieblingsprogramm verwenden. Egal ob Word, PowerPoint oder Photoshop.

Alternativ kannst du auch eines der vielen Online-Tools nutzen. Das geht ganz einfach und ist meistens kostenlos. Oder du kannst direkt mit vorgefertigten Vorlagen arbeiten.

Einige dieser Tools stelle ich dir hier kurz vor:

Canva

Vielleicht verwendest du bereits Canva für deine Social Media Grafiken? Canva ist ein Design-Tool, das ganz einfach per Drag & Drop funktioniert. Es gibt viele Designs und Elemente wie Bilder, Grafiken, Schriften und Formen.

Du kannst damit auch ganz einfach Moodboards erstellen. Wähle einfach eine der Moodboard-Vorlagen aus und passe sie nach deinen Wünschen an.

Pinterest

Die Plattform Pinterest eignet sich hervorragend als Inspirationsquelle. Dort kannst du verschiedene Pinnwände erstellen und Bilder darauf zusammenstellen. Erstelle einfach eine neue Pinnwand für dein Moodboard und leg los.

Die Pinnwände sind in der Regel öffentlich. Damit deine Pinnwand aber nur für dich sichtbar ist, kannst du sie als „geheim“ einstellen.

Beim Stöbern auf Pinterest kann man sich allerdings leicht verzetteln. Plötzlich träumt man von der neuen Wohnzimmereinrichtung oder plant eine Kräuterspirale für den Garten. Ich spreche aus Erfahrung ;-)

Adobe Express

Auch mit Adobe Express kannst du dein Moodboard in wenigen Minuten per Drag & Drop erstellen.

Hier wählst du zuerst ein Format aus. Dann kannst du entweder in der vorhandenen Bilderbibliothek stöbern oder eigene Fotos hochladen. Alternativ kannst du auch gleich eine der vorgefertigten Moodboard-Vorlagen auswählen.

Anschließend kannst du Fotos austauschen oder einfügen und zwischen zahlreichen Gestaltungselementen wie Texten, Symbolen oder Illustrationen wählen.

Niice

Mit Niice kannst du ähnlich wie bei den bisher beschriebenen Tools nach Inhalten suchen. Entweder du suchst nach Inhalten oder du lädst sie hoch und fügst sie in deine Vorlage ein. Außerdem kannst du die Kacheln für die einzelnen Inhalte in Größe und Anordnung anpassen.

Über einen privaten Link kannst du deine Pinnwand mit anderen teilen, die dir dann Feedback zu den einzelnen Elementen hinterlassen können.

Du kannst Niice erst nach einer kostenlosen Registrierung nutzen, da das Tool kostenpflichtig ist. Es gibt jedoch eine kostenlose, eingeschränkte „Free“-Version.

Nichts ist in Stein gemeißelt.

Oder für immer auf Papier.
Oder für alle Ewigkeit im Computer gespeichert.

Du weißt ja: Das Leben ändert sich und dein Business entwickelt sich weiter.
Komm jederzeit wieder und passe dein Moodboard an, denn es wächst mit dir.


Annika Lind
Annika Lind
Hey, ich bin Annika – deine Design-Abenteurerin. Ich liebe es, individuelle Brand Designs zu kreieren, die deine Persönlichkeit, deine Werte und deine Expertise sichtbar machen. Außerdem zeige ich dir, wie du dein Brand Design im Alltag wirkungsvoll einsetzen kannst. Übrigens: Ohne Ohrringe gehe ich nie aus dem Haus!
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