
Viele denken, sie brauchen zuerst ein Logo.
Aber mal ehrlich:
Wie soll ein Logo entstehen, wenn sich dein Branding gerade anfühlt wie Lavendelfeld trifft auf Pinterest-Minimalismus mit einem Hauch „ich weiß auch nicht so genau“?
Genau da kommt dein Moodboard ins Spiel.
Nicht perfekt. Nicht durchgestylt. Nicht schon fix und fertig „Marke“.
Sondern eher dein visuelles: „Ohhh. Ja. Das könnte es sein.“
Kleiner Hinweis am Rande: Wenn du genau da gerade stehst: MoodboardFiesta. 💜
👉 Hier geht’s zur MoodboardFiesta
Weil diese Begriffe gern einmal fröhlich durcheinanderpurzeln, hier die Kurzfassung:
Visionboard = große Richtung.
Da geht’s um Wünsche, Träume, Sehnsüchte, Ziele und das große Ganze.
Moodboard = Gefühl und Stil.
Roh. Offen. Spielerisch. Noch nichts ist in Stein gemeißelt.
Brandboard = das Ergebnis.
Klar. Festgelegt. Mit Farben, Schriften, Logo und visueller Richtung.
Oder ganz kurz:
👉 Visionboard: Wo will ich hin?
👉 Moodboard: Wie soll es sich anfühlen?
👉 Brandboard: So sieht’s jetzt aus.
Wenn du also gerade noch eher bei „Ich hab da so ein Gefühl…“ bist als bei „Hier ist meine fertige Markenwelt“, dann ist ein Moodboard genau dein Ding.
Kein Design-Lehrbuch. Kein erhobener Zeigefinger. Kein „so muss man das machen, sonst kommt die Moodboard-Polizei“.
Sondern ein bisschen Struktur, ein bisschen Aha – und am Ende hoffentlich kein hübsches Zufalls-Potpourri, sondern ein Moodboard, das sich wirklich nach dir anfühlt.
Ein Moodboard ist eine Sammlung aus Bildern, Farben, Wörtern, Schriften, Formen oder Texturen, die zusammen eine bestimmte Stimmung transportieren.
Nicht fertig. Nicht in Stein gemeißelt. Nicht schon die endgültige Markenwelt.
Sondern eher wie ein erster visueller Testballon in Richtung: „Dahin könnte meine Markenwelt gehen.“
Ein Moodboard hilft dir, dein Bauchgefühl sichtbar zu machen. Also dieses diffuse „Ich mag das irgendwie“ oder „So bitte auf keinen Fall“.
Und genau das ist ziemlich hilfreich, bevor du über Logo, Farben oder Website-Details nachdenkst.
Denn wenn das Grundgefühl noch wackelt, bringt dir auch das schönste Logo herzlich wenig.
Ein gutes Moodboard kann dir zeigen:
Kurz gesagt: Es bringt Ordnung ins kreative Kopfkonfetti.
Keine Sorge: Du brauchst dafür weder Designstudium noch Superkräfte noch das perfekte Tool.
Du brauchst nur ein bisschen Neugier, ein kleines bisschen Mut zur Auswahl – und die Bereitschaft, nicht alles schon im ersten Schritt totdurchzuanalysieren.
Erstmal gilt: alles rein, was sich spannend anfühlt.
Zum Beispiel:
Also alles, bei dem dein inneres Irgendwas sagt: „Oha. Das hat was.“
Wichtig dabei: In diesem Schritt musst du noch nichts erklären können.
Du darfst einfach sammeln.
Regel Nummer 1:
Nicht zerdenken. Erstmal nur fühlen.
Wenn du digital sammelst, sind Pinterest, Canva, Adobe Express oder Miro völlig okay.
Wenn du lieber analog arbeitest: Schere, Kleber, Papier, Zeitschriften, go for it.
Und falls du Bilder aus dem Netz nutzt: Denk daran, auf Nutzungsrechte zu achten – vor allem dann, wenn du dein Moodboard öffentlich zeigen oder weiterverwenden willst.
Jetzt wird’s spannend.
Schau dir an, was du gesammelt hast, und frag dich:
Oft zeigen sich hier schon Muster. Und plötzlich wird aus „Ich mag das halt“ eine echte Richtung.
Ja, auch das gehört dazu.
Nicht alles, was hübsch ist, passt automatisch zu deiner Marke.
Manche Bilder sind einfach nur schön.
Andere fühlen sich wirklich nach dir an.
Und genau da liegt der Unterschied.
Frag dich also ruhig:
Passt das zu meiner Botschaft?
Passt das zu meiner Energie?
Oder finde ich es nur bei anderen toll?
Autschig, aber nützlich.
Jetzt darfst du basteln, schieben, sortieren, neu anordnen. Pack deine Favoriten auf eine Fläche und spiel ein bisschen Tetris mit Gefühl.
Schau, was zusammen funktioniert.
Was sich beißt.
Was plötzlich total richtig wirkt.
Und was kommentarlos wieder rausfliegt.
Es muss dabei nicht piekfein, perfekt oder designpreisverdächtig aussehen.
Dein Moodboard ist kein Museumsstück. Es ist ein Werkzeug.
Ein ziemlich schönes Werkzeug, aber eben trotzdem eins, das dir helfen soll.
Wenn du kannst: Schlaf einmal drüber. Oder geh wenigstens kurz eine Runde weg vom Bildschirm.
Mit frischem Blick siehst du oft sofort:
Und wenn du beim zweiten Hinschauen denkst: „Oh. Ja. Das fühlt sich verdammt nach mir an.“
Dann bist du ziemlich gut unterwegs.
Wenn du nicht gerade einen Stapel Lieblingszeitschriften und Papierreste neben dir liegen hast, kannst du natürlich auch digital sammeln.
Zum Beispiel hier:
Unsplash, Pixabay, Pexels, Free Nature Stock oder Adobe Stock Free
Für Schriften und Buchstaben-Stimmung kannst du zum Beispiel bei Google Fonts oder MyFonts stöbern.
Und wenn du Farben sammeln willst, helfen dir Fotos, Screenshots, Canva oder kleine Color-Picker-Tools schon ziemlich weit.
Aber ehrlich? Du brauchst dafür keinen Material-Masterplan.
Du brauchst nur genug, um ein Gefühl greifen zu können.
Dann hast du vielleicht noch kein fertiges Branding.
Aber du hast etwas, das fast noch wichtiger ist:
eine Richtung.
Ein Gefühl.
Einen Stil.
Einen Anfang, mit dem du nicht mehr komplett im Nebel rumstocherst.
Dein Moodboard muss nicht perfekt sein. Es muss sich nur nach dir anfühlen.
Und wenn du irgendwann draufguckst und denkst: „Oh. Das bin ja wirklich ich.“ – dann war das kein schöner Zeitvertreib, sondern ein ziemlich guter erster Schritt.
Wenn du merkst, dass du dabei Begleitung magst – beim Sortieren, Einordnen, Weiterdenken – dann weißt du ja, wo du mich findest. 👋
© 2026 Annika Lind